In beeindruckender Art und Weise führt die erstjährige Frauenfahrerin Liane Lippert ihren steilen Karriereweg fort. Ein Vereinstext zur ehemalige Seerose Friedrichshafen-Nachwuchsfahrerin im Nationaldress:

 

„Im Team der deutschen Nationalmannschaft zeigte sich bei der „Lotto Belgium Tour“(Anfang September) eine glänzend aufgestellte Liane Lippert! Den Prolog und die drei darauf folgenden Rennen schloss sie im Gesamtklassement auf Platz neun, die U 23-Wertung auf Platz zwei ab.

Anzutreten war gegen 123 Starterinnen, organisiert in 22 Teams, darunter die Nationalmannschaften von Deutschland, Norwegen, Polen und den USA. In einem völlig neu formierten, eher im Bahnsektor angesiedelten Nationalteam, wurde die aus dem RSV Seerose Friedrichshafen hervorgegangene Fahrerin erstmals vom Bundestrainer als Kapitän eingesetzt. Ein Anspruch, dem sie mehr als gerecht werden sollte.

Gewohnt in ihrem ersten Profijahr strikt nach Stallorder zu fahren, bekam die 19-Jährige in Belgien die Gelegenheit alle Rennen selbst zu gestalten. Bereits den Prolog schloss sie auf Platz neun ab. Nach den folgenden zwei Rennen stand sie auf dem Gesamtrang 15, in der Nachwuchswertung auf Platz sieben. Das letzte Rennen sollte die Entscheidung bringen. Der schwere Rundkurs über 114 Kilometer führte über die von der Flandern-Rundfahrt bekannte, berühmt-berüchtigte Muur van Geraardsbergen, eine grob gepflasterte, schmale Straße, die eine maximale Steigung von 20 Prozent aufweist. Ideales Terrain für Lippert, um ihre exzellenten Kletterfähigkeiten auszuspielen. Hier zeigten sich die Favoritinnen, die das Renngeschehen ab nun diktierten. Eine vierköpfige Fluchtgruppe wurde kassiert, das Tempo wurde mit dem Ziel hochgezogen, das Hauptfeld zu sprengen. Hier war teamübergreifende Zusammenarbeit gefragt - eine Aufgabe, an der sich auch Lippert beteiligte. Ein zersplittertes 20-köpfiges Führungsfeld fährt im Zeitraum von 1:30 Minuten in das Ziel. Mit einem Abstand von 1:09 Minuten auf die holländische Siegerin Anouska Koster, quert Lippert in einer Vierergruppe den Zielstrich.

Lippert über die vier Rennen in Belgien:" Ich bin punktgenau auf dem Höhepunkt meines sportlichen Jahres - ich könnte alles fahren!"

Dies bewies die junge Athletin auch am vergangenen Samstag Am Bilsterberg, bei der Schlussetappe der „Müller-die lila Logistik Rad-Bundesliga 2017“. Bei den Frauen ging Liane Lippert als Einzelstarterin für ihr Team Sunweb ins Rennen. In Runde fünf von 20 löste sie sich aus dem Feld, aus dem die spätere Siegerin der Juniorinnen zuvor ausgerissen war. Lippert fuhr zwar auf die Juniorin auf, kam jedoch in einer Kurvenabfahrt auf der regennassen Straße zu Fall. Erneut gelang es ihr die Lücke zuzufahren. Nun begann ein Soloritt par excellence. Bis zum Schluss verteidigte sie einen Vorsprung von drei Minuten vor ihren Verfolgerinnen und fuhr so souverän, einen völlig ungefährdeten Bundesligasieg ein.“

 

Text: uhu/Seerose/Lippert

Foto: patrice fouques

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