Ein Deutscher Vizemeistertitel, ein Bundesliga-Sieg und einmal Bundesliga-Zweite – die Teams mit aktueller und ehemaliger WRSV-Besetzung (Nachwuchs und Elite) konnten sich in klassischen Zeitfahr-Rennort Genthin gut in Szene setzen.

Der WRSV war in Genthin mit den Junioren um Landestrainer Bodo Kriegs, mit der Jugend weiblich und männlich mit Landesträner Kostas Georgiadis und die Schüler U15 mit Honorartrainer Holger Roth am Start.

So vergoldeten Lucy Mayrhofer (Radlerlust Gomaringen) und Lea Waldhoff (TSG Leutkirch) ihren gekonnten und schnellen Auftritt im Paarzeitfahren der weiblichen Jugend. Das Rennen zählte nicht zur DM und auch nicht zur Sichtung, sondern lief allein unter 27.Spee-Cup. WRSV-Landestrainer Kostas Georgiadis: „Vom Start weg fanden sie gut in ihren Rhythmus. Wir hatten ausgerechnet, wie lange jede an der Spitze Tempo machen sollte. Die Rechnung ging auf. Auf den 20 Kilometern fuhren sie eine Vorsprung von 30 Sekunden heraus. Mit ihrer Zeit wären sie bei den Juniorinnen auf dem dritten Platz gelandet.“ „Des Zeitfahren hat Spaß gemacht, wir haben gut harmoniert und es war nochmal ein gutes Training für die Coppa“, bilanziert Lucy Mayrhofer, die mit dem Saisonverlauf im Großen und Ganzen sehr zufrieden war: „Das eine oder andere Mal hätte es besser laufen können, zum Beispiel bei der Straßen-DM“. In Biberach wurde sie „nur“ Vierte und hatte sich verständlicherweise mehr ausgerechnet. Nun folgt also der Ländervergleich der weiblichen Jugend in Italien (Italien - Deutschland in Borgo Valsugana (Coppa Rosa) vom06. bis 09.September). „Da denk ich, werden wir vorne mitfahren und dann am Ende schauen, wie weit noch die Kräfte reichen.“ Auch Paarzeit-Partnerin Lea Waldhoff (Straßen-DM-Dritte in Biberach) wird bei der Coppa im Nationaltrikot dabei sein und hatte „richtig viel Spaß beim Paarzeitfahren mit Lucy.“ Für die Jugend weiblich wird es zudem am 22.September bei der Deutschen Meisterschaft im Einzelzeitfahren in Langenhagen nochmals ernst.

Ebenfalls keine DM, sondern„nur“ als Etappe der „Müller – Die lila Logistik Rad-Bundesliga“ wurden in Genthin die Rennen der Frauen, Juniorinnen und Junioren ausgerichtet. Bei den Frauen siegte nach 40 Kilometern das Team Maxx Solar-Lindig vor Team Stuttgart mit den Fahrerinnen Stefanie Paul, RSG Hannover, Jacqueline Dietrich, RSG Offenburg-Fessenbach, Lisa Robb (RSV Stuttgart- Vaihingen und Laura Süßemilch (RSC Biberach). Über 20 Kilometer starteten die Juniorinnen ins Paarzeitfahren, das vom Bundesliga-Mixteam „Mangertseder-BRV/RLP/WRSV“, Ricarda Bauernfeind/Paulina Klimsa gewonnen wurde. Bei den Junioren war der Vierer von Wipotec-RLP der schnellste. Auf Platz acht landete das „WRSV Holczer Radsport Team“ mit Moritz Henninger, Adler Empfingen, Daniel Walter, TSV Ellwangen, Adrian Zuger,1.RV Stuttgardia Stuttgart und Georg Steinhauser, RU Wangen Wangen. Kim Heiduk (RSV Öschelbronn) fuhr derweil im BDR-Trikot ein internationales Rennen in Italien. „Sie fuhren sehr gut“, erklärt Georgiadis, „leider verloren sie zur Rennhälfte einen Mann und mussten das Rennen zu dritt ins Ziel fahren.“

Deutsche Meisterehren wurden dagegen in der Klasse der Jugend männlich ausgetragen. Für den WRSV starteten Moritz Bader und Erik Weggenmann (beide RSC Biberach), sowie Fabian Keller (RSV Öschelbronn) und Silas Schaible (MRSC Ottenbach). “Wir waren technisch und taktisch gut”, blickt der WRSV-Trainer zurück: “Alle sind gut gefahren und auch “Neuling” Silas Schaible bewies gute Ausdauer und fuhr mit dem Team ins Ziel. Moritz, Fabian und Erik haben sehr viel gearbeitet. So wurden wir Elfter bei 16 gestarteten Teams, aber zeitgleich mit dem Zehntplatzierten und nur zwei Minuten hinter den Siegern und eine Minute nach den Sechsten”, rechnet Georgiadis zusammen. “Wir brauchen noch ein bißchen mehr Training, dann sind sie gut dabei!” Auch auf die Jugend männlich wartet nun die Einzelzeitfahr-DM am 22./23. September in Langenhagen. Dann folgt das Bahnsichtungsrennen in Frankfurt/Oder (U17 der Jahrgänge 2003-2004), das bereits zur neuen Saison 2018/2019 zählen wird.

 

Die U15-Schülern mit Richard Kimmich (RSC Biberach), Scott Neo Otto (RU Wangen), Tillman Sarnowski (RSV Öschelbronn) und Lennard Sternsdorff (RSV Stuttgart-Vaikingen) jagten auf den siebten Platz bei fünfzehn teilnehmenden Teams.


Das WRSV-Bahntraining (Schüler/Jugend/Junioren) im Radstadion Öschelbronn findet derweil weiterhin jeden Mittwoch ab 18:00 Uhr statt. „Wir müssen uns schließlich gut vorbereiten für die kommenden Bahnwettbewerbe und natürlich auch für die der neuen Saison“, macht der Landestrainer deutlich.

Den Deutschen Vizemeistertitel im Mannschaftszeitfahren der Elite nahm der ehemalige WRSV-Auswahlfahrer Jan Hugger (Team Lotto Kern-Haus/RV Viktoria Niedereschach) mit seinem Team nach Hause. Angepeilt war allerdings die Titelverteidigung vom Vorjahr. Diesem Vorhaben machte die extrem und überraschend schnellen Männer des „Herrmann Radteam“ einen Strich durch die Rechnung, die sich akribisch quasi „im Windkanal“ auf diesen Triumph vorbereitet hatten, während die sechs Zweitplatzierten aus Weitersburg und die Dritten (Heizomat rad-net.de) noch eine Woche zuvor die wiederbelebte, harte und sehr publikumswirksame Deutschland Tour bestritten. Es ist übrigens der zweite Deutsche Vizemeister-Titel von Hugger. Der 20-Jährige hatte bereits 2014 zusammen mit dem WRSV-Jugendkader die Silbermedaille der U17-DM gewonnen.

 

Fotos: Georgiadis/Marcel Hilger-Photography

Text: uhu

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