Ausbildungskalender

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Fortbildung - Belastungsmanagement
Vom Samstag, 21. April 2018
Bis Sonntag, 22. April 2018

Die Dynamik der Leistungsentwicklung in allen radsportlichen Disziplinen erfordert Perfektion in allen Trainingsmethodischen Fragen. Die determinierenden Leistungsfaktoren im Radsport – Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und ihre Kombination müssen zum richtigen Zeitpunkt und in dem erforderlichen Umfang erarbeitet werden. Der richtige Belastungsaufbau, die richtigen Trainingsmethoden und -Mittel spielen dabei eine entscheidende Rolle. Im Mittelpunkt dieser Fortbildung bzw. des ersten Moduls zur Trainer B Ausbildung steht das leistungsbasierte Training. Wieso diese Thematik in Leistungssport von immenser Bedeutung ist, beantwortet der ehemalige MTB-Landestrainer Ulrich Theobald in der World of Mountainbike (Ausgabe 07/2015). 

 

"Wo genau liegen die Vorteile des wattgesteuerten Trainings, die zum Durchbruch im Leistungssport geführt haben? Der Hauptvorteil für die Trainingssteuerung liegt darin, dass es mit Hilfe der mobilen Leistungsmessung erstmals möglich ist, die Belastung auf dem Rad mit Hilfe eines direkten Parameters zu erfassen. Zwar gibt auch die seit langem verwendete Messung der Herzfrequenz Aufschluss über die Belastung, bei ihr handelt es sich jedoch um eine sogenannte indirekte Steuergröße. Das bedeutet, dass neben der Belastung auch viele andere Faktoren Einfluss auf den Herzschlag haben – etwa die Außentemperatur, der Flüssigkeitshaushalt des Körpers aber auch eine etwaige Vorermüdung oder Erkrankung. Ein Pulsmesser misst also gewissermaßen „die körperliche Anstrengung + X“ und ist entsprechend ungenau. Die Leistung auf dem Rad ist hingegen eine präzise physikalische Messgröße: 400W sind immer 400W – genauso wie eine 150 Kilogramm schwere Hantel beim Gewichtheben immer dieselbe Gewichtskraft hat, zumindest solange man mit ihr nicht zum Mond fliegt.

 

Ein weiteres Problem der Herzfrequenzmessung besteht in ihrer Trägheit. Der Herzschlag reagiert auf eine Belastungsänderung immer mit einer Zeitverzögerung. Bei langen Ausdauereinheiten auf dem Rennrad ist dies natürlich weniger problematisch, allerdings fluktuiert die Belastung bei sportlichem Biken durch die Gegebenheiten des Geländes sehr stark. Zudem sind - mit Ausnahme vom Marathon - alle Wettkampfdisziplinen im Mountainbikesport von explosiven und wechselhaften Belastungen bestimmt. Wer sich also mit ernsthaftem Training auf Wettkämpfe im Cross-Country oder auch im Enduro oder Downhill vorbereiten möchte, muss zumindest einen gewissen Anteil der investierten Zeit für kurze und intensive Intervalle aufwenden und das idealerweise auf Trails im Gelände. Solche Belastungen lassen sich mit Hilfe der Herzfrequenz nur sehr begrenzt steuern, da ein einzelnes Intervall im Extremfall schon vorbei ist, bevor der Puls überhaupt reagiert hat."

  

Diese Fortbildung ist für lizenzierte B- und C-Trainer (Leistungs- und Breitensport) nutzbar.


 wattwerbung

 

Zielgruppe 

  • Bereits lizenzierte C-Trainer (Ausbildung/Fortbildung)
  • Bereits lizenzierte B-Trainer
  • Interessierte Radsportler und Jedermänner (Fortbildung)

 

Themenschwerpunkte

  • Wattgesteuertes Training im Radsport
  • die physischen Leistungsfaktoren und dessen Belastungswahl im Jahresverlauf
  • Belastungssteuerung und Planung im HLS
  • Deutscher Trainingsmittelkatalog vs. Amerikanische Trainingslehre
  • Integration von Krafttraining in Trainingsplan

 

 Organisation

In den Gebühren sind Verpflegung (VP), Übernachtung im Doppelzimmer und Lehrmaterialien enthalten.

 

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Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem WLSB statt.

 

Ort Landessportschule Ruit
Registrierungszeitraum abgelaufen

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