Der Wald als Kulisse für den Sport

Ein Artikel von Philipp Braitinger aus den STUTTGARTER NACHRICHTEN ... DANKE!!!

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Es waren viele Irr- und Umwege nötig, um eine Mountainbike-Strecke in Esslingen aus der Taufe zu heben. Jetzt wird EsNos als Modellprojekt mit landesweitem Vorbildcharakter gefeiert.

 

Esslingen - Inzwischen sind alle stolz darauf. Die rund 1,2 Kilometer lange Mountainbikestrecke „Esslinger Nordschleife“, kurz EsNos, gilt als Vorzeigeprojekt, wie Vertreter der Stadt Esslingen, der Landesregierung, der Forstverwaltung und der Sportverbände anlässlich eines Ortstermins an der Strecke betonten. Anlass für das Treffen im Wald waren die bundesweit stattfindenden Waldtage.

Unter dem Motto „Wald bewegt“ wurden in ganz Deutschland öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen angeboten, um auf die Bedeutung des Waldes für den Sport, die Erholung und die Gesundheit hinzuweisen. Waldbesitzer und Sportler haben in ganz Deutschland zu mehr als 200 Veranstaltungen in den Wald eingeladen. Initiator des Waldtages ist das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in Kooperation mit dem Deutschen Olympischer Sportbund und dem Deutscher Forstwirtschaftsrat.

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Mit Karacho durch den Wald. Das ist auf der Mountainbike-Strecke in Esslingen ausdrücklich erlaubt. Foto: Horst Rudel


Unterschiedliche Interessen unter einem Hut

„Der Wald hat den Deutschen schon immer bewegt“, sagt die Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch (CDU). Doch während einst vor allem die Entspannung und Inspiration im Wald gesucht worden sei, seien heute ganz unterschiedliche Interessen für den Waldbesuch hintergründig, die nicht immer in Einklang zu bringen seien. Es müssten die Interessen von Sportlern, Spaziergängern, Jägern und der Forstwirtschaft bedacht werden. Der Freizeitanspruch an den Wald habe sich verändert. „Heute will man Sport treiben und sich auspowern“, sagt Gurr-Hirsch. Rund zwei Millionen Menschen kämen wöchentlich allein in Baden-Württemberg in den Wald. „Da kann es auch zu Konflikten kommen“, weiß die Staatssekretärin.

Einer dieser Konflikte wurde noch vor vier Jahren in Esslingen ausgetragen. Denn die alte Mountainbikestrecke wurde ohne Genehmigung in einem Bannwald angelegt. Mehrfach hat die Stadt erfolglos versucht, die Strecke zu sperren. Letztlich wurde die Strecke aber doch noch beseitigt, was den Unmut vieler Sportler hervorgerufen hat. Immerhin hatten sie viel Arbeit geleistet, um die Strecke anzulegen.

„Damals habe ich einen Shitstorm erlebt“, erinnert sich der Oberbürgermeister Jürgen Zieger, der in seiner Freizeit selbst gerne in die Pedale seines Mountainbikes tritt. Doch das Sperren der Strecke im Bannwald sei notwendig gewesen. „Sie war an dieser Stelle nicht genehmigungsfähig“, so Zieger. Denn der Bannwald soll Flora und Fauna als Rückzugsort dienen. Mountainbiker haben dort dagegen keinen Platz. Innerhalb eines Zeitraums von vier Jahren sei es den Sportlern schließlich gelungen, eine legale und naturverträgliche Strecke anzulegen. Allein das Genehmigungsverfahren habe zwei Jahre gedauert. Es seien rund zehn Hektar Wald betroffen. Inzwischen sind die regelmäßigen Nutzer der Esslinger Nordschleife Mitglieder beim ortsansässigen TV Hegensberg, der dadurch viele neue Mitglieder bekommen hat. „Es ist ein Angebot, das im Trend liegt“, meint Zieger.


Verein freut sich über neue Mitglieder

Der Abteilungsleiter der Mountainbiker beim TV Hegensberg ist Johannes Reiser. Er hofft, dass die Erfahrungen aus Esslingen auch in anderen Kommunen genutzt werden. Denn der familienfreundliche Flow-Trail, wie er die Strecke beschreibt, musste viele bürokratische Hürden nehmen, bevor es ans Bauen gehen konnte. Dafür gebe es nun keine Konflikte mehr.

Dieselbe Hoffnung hegen auch Vertreter von Sportverbänden. „Es ist ein Vorzeigemodell, das nachahmenswert ist“, meint Ulrich Derad. Er ist der Geschäftsführer des Landessportverbandes. Er weiß, dass viele Sportler den Wald gerne als Kulisse nutzen. „Der Wald an sich ist ein prädestinierter Sportplatz“, sagt Derad. Und der Präsident des Württembergischen Radsportverbandes, Klaus Maier, erklärt: „Ihr habt Pionierarbeit geleistet. Es muss nicht jeder Verein von vorne anfangen.“


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Johannes Reiser (re. Abteilungsleiter MTB TVH); Wolfgang Drexler (li. Präsident schwäbischer Turnerbund); Bild: Guido Petzold (MLR)


Klaus Maier (re. Präsident Württembergischer Radsportverband); Johannes Reiser (li. Abteilungsleiter MTB TVH); Bild: Guido Petzold (MLR)


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Ulrich Derad (Geschäftsführer Landessportverbaand Baden-Württemberg); Bild: Guido Petzold (MLR)


Hier der komplette Artikel: https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.esslingen-der-wald-als-kulisse-fuer-den-sport.fd0ca757-f92b-48cf-8188-da237db4d12a.html

Wald2Liebe Freunde der gepflegten zweirädrigen Walderholung - auch Ihr seid angesprochen. Macht die DEUTSCHEN WALDTAGE zu eurer Vereinsaktion! Meldet euch bei euren Forst- und Naturbehörden oder am besten direkt beim WRSV!

Deutsche Waldtage!?
Vom 13. bis 16. September finden die Deutschen Waldtage 2018 statt. Das Motto "Wald bewegt!" nehmen wir in den Wochen und Monaten vor den Waldtagen wortwörtlich: Wir rufen Sportvereine, Sportgruppen und Einzelsportler dazu auf, zu zeigen, wie sie der Wald bewegt und wie sie sich im Wald bewegen.

Unser neuer Servicepartner: das Radsportportal „radhelden.club“

 

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Unter der Marke „radhelden.club“ gibt es ab sofort ein neues Portal mit umfangreichen Angeboten rund ums Radfahren. Dieses soll mit seinem umfangreichen Angeboten rund ums Radfahren den Einstieg in den organisierten Radsport erleichtern. Dort gibt es Tipps und Infos für jeden Radsportsektor sowie zahlreiche Ausbildungsangebote und Events. Alles perfekt auf die individuellen Bedürfnisse von Radsportlern aller Alters- und Leistungsklassen zugeschnitten.

Der Württembergische Radsportverband (WRSV) ist Partner des radhelden.club. Deshalb unterstützen wir das Radsportportal bei Projekten und Events mit unserem Know-how.

Schauen Sie doch einfach auf www.radhelden.club vorbei und werden Sie Teil der neuen RadheldenWelt! Finden Sie Gleichgesinnte und teilen Sie Ihre Freude am Radfahren – egal ob Mountainbiker, Rennradler oder Freizeitfahrer.

Photo 1Am vergangenen Samstag fand in Reichenbach/Fils der Verbandstag 2018 des Württembergischen Radsportverbands e.V. (WRSV) statt. Vor großer Kulisse in der Reichenbacher Brühlhalle hatten die Delegierten nach der Begrüßung durch den amtierenden WRSV-Präsidenten Hans Lutz und einem Grußwort von Peter Koch, dem stellvertretenden Präsidenten des Bundes Deutscher Radfahrer e.V. (BDR) eine sehr umfangreiche Tagesordnung zu bewältigen. Neue Software zur Vereinfachung der Vereinsarbeit, die Auswirkungen der Europäischen Datenschutzgrundverordnung, der Ausbau der Radfahrausbildung in Schulen und die Qualifizierung der 60Plus-Generation bei der Nutzung von Pedelecs und E-Bikes sowie die Neufestsetzung der Beiträge bildeten die wesentlichen Schwerpunkte der mehrstündigen Veranstaltung.

Der Verbandstag war eingebunden in ein unterhaltsames Rahmenprogramm des örtlichen Radsportvereins „All Heil” Reichenbach e.V. sowie die Ehrungen der auf nationaler und internationaler Ebene erfolgreichen Radsportler aus Württemberg.

Bei den anstehenden Neuwahlen wurde der ehemalige Bürgermeister und Landtagsabgeordnete Klaus Maier aus Heubach einstimmig zum neuen Präsidenten des Württembergischen Radsportverbands gewählt und tritt damit die Nachfolge der Radsportlegende Hans Lutz an. Hans Lutz war in den 70-er Jahren mehrfacher Deutscher Meister, Olympiasieger 1976 in Montreal und 1973, 1974 und 1975 Weltmeister im Bahnradfahren. Auch der Verein der Radsportfreunde Bartholomä gratuliert seinem Mitglied Klaus Maier sehr herzlich zu seiner Wahl und wünscht ihm in seiner verantwortungsvollen Funktion als neuer Präsident des Württembergischen Radsportverbands viel Erfolg.

 

Protokoll zum Verbandstag:

 

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Beim diesjährigen Verbandstag in Reichenbach/Fils wollen wir mit Info-Ständen und Kurz-Vorträgen Themen und Partner präsentieren.

 

Die Gemeinde Reichenbach/Fils

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Anfahrt - hier der Link:
https://www.reichenbach-fils.de/,Lde/start/Kultur/Bruehlhalle.html

 

Die Brühlhalle

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Reichenbach/Fils begeht in diesem Jahr seine 750-Jahr-Feier.

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meht Informationen dazu hier:

https://www.reichenbach-fils.de/,Lde/start/Gemeinde/750-Jahr-Feier.html

 

In einem Vortrag wir die Firma it4sports die Verwendung der neuen Vereinsverwaltung Phönix II erläutern.

mehr Infos hier:

https://www.it4sport.de

it4sports logo

 

Sportentwicklung

Die Gemeinde Reichenbach hat sich im Jahr 2017 mit der Frage beschäftigt, wie Sport- und Vereinsangebote in Zukunft aussehen werden und welche Infrastruktur dafür benötigt wird. Dazu hat sie mit den Vereinen, dem Gemeinderat und externen Beratern einen Sportentwicklungsplan erarbeitet um Leitlinien für die Weiterentwicklung der Sportpolitik zu schaffen. Thorsten Höger, Vorsitzender des Radsportvereins Reichenbach, wird einen Impulsvortrag über den Prozess und die Ergebnisse in Reichenbach halten.

sportentwicklung

 

ikps logo

 

Projekte des WRSV

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RadHelden ist ein Angebot für mehr Sicherheit im Straßenverkehr an Grundschulen in Baden-Württemberg. RadHelden ist eine landesweite Aktion mit dem Kultusministerium. Unterstützt und gefördert durch die Unfallkasse Baden-Württemberg und dem Verkehrsministerium.

 

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In speziellen Kursen lernen Ein- und Aufsteiger den richtigen Umgang mit ihrem neuen E-Bike. Auf dem Lehrplan stehen Grundwissen, Tipps zur Unfallvermeidung sowie Übungen zu Fahrtechnik und -sicherheit. Und falls doch etwas passiert, sind die Fahrer mit dem "Fit for E-Bike"-Schutzpaket der ARAG Sportversicherung optimal abgesichert. Dieses Schutzpaket beinhaltet eine Haftpflichtversicherung, eine Unfallversicherung und eine Rechtsschutzversicherung, jeweils für ein Jahr.


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WRSVneu

 


Zum ordentlichen Verbandstag des Württembergischen Radsportverbandes e.V. laden wir unsere Mitgliedervereine am

                                  Samstag, 17. März 2018 um 14.30 Uhr

                    nach Reichenbach/Fils in die Brühlhalle, Karlstrasse 30

ein.


Geplante Tagesordnung:                                                                                         

  1. Begrüßung durch den Präsidenten / Totengedenken
  2. Genehmigung der Tagesordnung und Wahl des Versammlungs-/Wahlleiters, der Mandatsprüfungs- und der Wahlkommission
  3. Grußworte der Ehrengäste
  4. Präsentation der Sportentwicklung Reichenbach
  5. Ehrungen verdiente Funktionäre - Sportler
  6. Feststellung der Beschlussfähigkeit / anwesende Stimmen
  7. Bericht des Präsidenten
  8. Finanzbericht
  9. Bericht der Kassenprüfer
  10. Bericht der Geschäftsführung und der Geschäftsbereiche Bildung und Projekte
  11. Berichte der Kommissionen (siehe Veröffentlichung www.wrsv.de)
  12. Aussprache zu den Berichten
  13. Entlastung des Präsidiums
  14. Haushaltsplan 2018 – Genehmigung
  15. Gründung einer Leistungssport (g)GmbH zusammen mit dem BRV
  16. Neufestsetzung der Beiträge
  17. Satzungsänderungen                                                             
  1. Neuwahlen
    • Präsident (vier Jahre)
    • Vizepräsident Breitensport (vier Jahre)
    • Vizepräsident Olympische Sportarten (vier Jahre)
    • Vizepräsident Hallenradsport (vier Jahre)
    • Vertreter der Bezirke
    • Vertreter der Vereine
    • Kassenprüfer
    • Bestätigung der gewählten Kommissionsvorsitzenden
      • BMX
      • Breitensport
      • Kunstradfahren
      • MTB
      • Rennsport
  1. Weitere Anträge
  2. Beschluss über den Ort des Verbandstages 2020

 

Änderungen bleiben vorbehalten.

Die Berichte zum Verbandstag werden demnächst auf dieser Seite unten abrufbar sein. Vereine, welche die Berichte in schriftlicher Form benötigen, können diese bei der Geschäftsstelle anfordern.

Der gastgebende Verein RSV Reichenbach wird sich zu Beginn der Veranstaltung mit einer sportlichen Einlage präsentieren.

Wir wünschen eine gute Anreise nach Reichenbach/Fils und freuen uns auf eine zahlreiche Teilnahme.

 

Mit freundlichen Grüßen

Hans Lutz
Präsident


Berichte:

 

 

 

 

 

 


Satzung

Zu verabschiedende Fassung der Satzung:

 

Änderungsmarkierungen in der Satzung - Zur Information:

 

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Gemeinsame Pressemitteilung des Württembergischen Radsportverbandes e.V in Kooperation mit der Deutschen Initiative Mountain Bike e.V., dem ADFC Baden-Württemberg e.V, und dem Badischen Radsportverband e.V.

Ausweisung von Mountainbikestrecken gescheitert

Radfahrer im Wald weiterhin illegal unterwegs

Diese Pressemitteilung als PDF-Download

 

In einer kürzlich von Minister Hauk beantworteten kleinen Anfrage der FDP/DVP Fraktion zum Umsetzungsstand der Mountainbikestrecken im Land offenbart sich das Scheitern des Konzeptes, einzelne Wege für Mountainbiker auszuweisen.

So sind, nach Bereinigung der Zahlen, vier Jahre nach Vorstellung des Mountainbike-Handbuchs gerade einmal 185 Kilometer schmaler Wege im Wald zum Radfahren ausgewiesen. Seit 2015 bewegt sich der Zuwachs nur um magere 35 km. Damit ist die Zielvorgabe, 850 km alleine im Schwarzwald auszuweisen, kläglich gescheitert.

Bei den vom MLR vorgelegten Zahlen handelt es sich nicht nur um schmale Wege. Aus Tauberbischofsheim wurden 40 km Trails gemeldet, die in der Realität breite Forststraßen sind. Aus Göppingen ist ein Projekt berücksichtigt, dessen Genehmigungsverfahren seit längerem stillsteht. Obwohl die FDP/DVP nach einer Unterscheidung hinsichtlich der Wegbreite gefragt hatte, wurden fast überall auch Wege erfasst, die zwar naturbelassen sind, aber breiter als 2 Meter. In der Konsequenz müssten die Zahlen daher nochmals deutlich nach unten korrigiert werden, was schmale Wege betrifft.

Auch die zukünftig geplanten Projekte, die das MLR anführt, erreichen nicht die Zielvorgabe, nach der 10% der beschilderten Mountainbike-Routen im Land schmale Wege sein sollten. Auch ist zu erwarten, dass viele der Wege im Abstimmungsprozess wieder gestrichen werden. So zeigt die kleine Anfrage auch, dass das Pilotprojekt Gipfeltrail im Schwarzwald an der eigentlichen Zielgruppe vorbeigeplant wurde, weil es nicht gelungen ist, attraktive Wege genehmigungsseitig eingebunden zu bekommen.

Die Landesregierung ist aufgefordert, das Scheitern des Konzeptes einzugestehen und die im „Fahrradland Baden-Württemberg“ einzigartige Diskriminierung der Radfahrer aufzuheben. Der Eiertanz um die 2-Meter-Regel, an deren Wirksamkeit nur noch an Stammtischen geglaubt wird, lässt die Politik immer unglaubwürdiger werden. Dabei wäre gerade eine offenere Haltung zum Thema Mountainbike wichtig, um den ländlichen Raum für junge Menschen attraktiv zu halten.

Auch Gäste reisen lieber in Destinationen, die auf eine Freigabe aller Wege setzen und die verfügbaren Gelder nutzen, um zusätzliche MTB Angebote zu schaffen. So zeigt eine Region, dass Mountainbiker wirklich willkommen sind.

2385 Zeichen,  Abdruck honorarfrei, Beleg erbeten


Hintergrund

Nach dem Bundeswaldgesetz ist das Radfahren auf allen Straßen und Wegen erlaubt. Baden-Württemberg schränkt dies im §37.3 Landeswaldgesetz als einziges Bundesland auf Wege über 2 m Breite ein.

Die Regelung wird von einheimischen Radfahrern seit Bestehen in der Praxis ignoriert, was durch Studien aufgezeigt und selbst im aktuellen Magazin des Schwarzwaldvereines eingestanden wird. Der Mountainbikesport wird durch diese Gesetzgebung in der Illegalität gedrängt. Das Verbot bereitet nicht nur Probleme für Lehrkräfte und der Jugendarbeit der Vereine. Auch für den Tourismus, der keine attraktiven Strecken anbieten kann, stellt dies ein Problem dar.

Die Radverbände forderten 2014 in einer Petition mit 58.000 Unterschriften die Landesregierung auf, diese unnötige Regelung zu streichen. Die Landesregierung folgte aber dem Druck von Waldbesitzer-, Jagd- und Wanderverbänden das Pauschalverbot beizubehalten. Im Gegenzug sollten großzügig schmale Wege zum Radfahren ausgewiesen werden.

Als Zielvorgabe wurden 850 km schmale Wege unter 2 m Breite alleine im Schwarzwald auszuweisen formuliert. 80 km davon waren bereits im Bestand, 70 km kamen bis 2015 dazu. Dass diese Zahlen den Bedarf nicht annähernd decken, zeigt ein Vergleich mit den 85.000 km Forststraßen im Land, die in erster Linie für den Forstbetrieb angelegt wurden. Die bestehenden, aber für Radfahrer verbotenen Wege unter 2m Breite dürften mehrere 10.000 km Gesamtlänge haben.

Die Radverbände fordern weiterhin die Abschaffung des Pauschalverbotes der 2-Meter-Regel und nur an solchen Brennpunkten Lenkungsmaßnahmen zu treffen, wo dies fachlich geboten ist. Im „Forum Erholung und Wald“ konnte eine Annäherung der Spitzenverbände erreicht werden. Die Kampagne „Gemeinsam Natur erleben“ im Schwarzwald zeigt, dass Konflikte in der Landesfläche nicht existieren.

Ansprechpartner im Württembergischen Radsportverband e.V.
Klaus Maier
Sportpolitischer Sprecher im WRSV
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Tel 07173/4555


Anhang Umsetzungstand 2017:
Kleine Anfrage DS 16_2845


Kleine Anfrage DS 16_2845 Anlage 1
Kleine Anfrage DS 16_2845 Anlage 2

Kleine Anfrage zum Umsetzungstand 2015

https://www.landtag-bw.de/files/live/sites/LTBW/files/dokumente/WP15/Drucksachen/7000/15_7588_D.pdf

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