Bericht zum WRSV-Verbandstag am 16. April 2016 in Nufringen
 
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Der Württembergische Radsportverband e.V. (WRSV), hielt am Samstag, den 16.04.2016 in der Wiesengrundhalle in Nufringen seinen Verbandstag ab.
 
Vorworte
Vor einem leider überschaubarem Plenum eröffnete Hans Lutz, der Präsident des WRSV, die Tagung und verwies auf mehrere parallel stattfindende Radsportveranstaltungen. Daraufhin begrüßte die Nufringer Bürgermeisterin Ulrike Binninger die anwesenden Gäste mit einer durchaus im inhaltlichen Kontext stehenden Ansprache. Sie begrüßte die aktuellen Mobilitäts-Projekte „Schule“ und „eMobilität“ des WRSV als gesellschaftlich wertvolle Akzente. Landrat Roland Bernhard verdeutlichte in seinem Grußwort die Bedeutung des Fahrrads als vielseitigstes Fortbewegungsmittel und betonte die Anstrengungen des Landkreises Böblingen zur Förderung des Fahrrads als Verkehrsmittel, bspw. durch die Mitgliedschaft in der „Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen“. Der Präsident des Landessportverbandes Baden-Württemberg, Dieter Schmidt-Volkmar, hob die Bedeutung und Notwendigkeit gemeinsamer Strukturlösungen der Radsportverbände in Baden-Württemberg mit erhobenem Zeigefinger hervor. Der Dachverband des WRSV, der Bund Deutscher Radfahrer, BDR wurde durch den stellvertretenden Präsidenten Peter W. Streng vertreten. Durch ihn wurden insbesondere die deutschlandweit führenden und disziplinübergreifenden leistungssportlichen Erfolge unserer Athleten hervorgehoben.
 
Sportliche Erfolge
Das zurückliegende vorolympische Jahr kann aus sportlicher Sicht als erfolgreich betrachtet werden, wenngleich Präsident Hans Lutz einen kleinen „Erfolgshänger“ im Bereich Kunstradsport anmerkte. Auch im Bereich der Nachwuchsarbeit gilt der WRSV weiterhin als vorbildlich. Insbesondere die breit aufgestellte Nachwuchsarbeit in den Vereinen und deren Disziplinvielfalt bis zur der Trainerausbildung legen hierfür den Grundstein. Ein gewisses Maß an Sorge bereitet weiterhin der Lizenz- und Nachwuchsschwund in der bisherigen Kerndisziplin Rennsport Straße, wobei junge Sportarten wie BMX und MTB einen weiteren deutlichen Aufwärtstrend markieren. Hinsichtlich genauerer Ausführungen verwies Lutz auf die ausführlichen Berichte der Bereiche Olympischen Disziplinen, des Hallenradsports und des Breitensports auf der Homepage des WRSV.
 
Projekte und Entwicklung des WRSV
Stefanie Zehe, die neue Leiterin des Bildungswesens beim WRSV, stellte das breit aufgestellte und erfolgreiche Ausbildungsangebot vor und verdeutlichte die stete Zunahme an Teilnehmern und ausgestellten Lizenzen. Auch die angebotenen Fortbildungen konnten durchweg gesteigert werden. Gundolf Greule vom Projektmanagement hob die Bedeutung der Pedelec-Instruktoren-Ausbildung beim WRSV hervor, welche durch die zunehmende Verbreitung von „E-Bikes“ ein enormes Potential bietet. Des Weiteren wird die Tour de Schule, ein Projekt zur Förderung von Mobilität und Motorik, auf die landesweite Fläche und alle Grundschulen ausgeweitet und beginnt damit dieses Frühjahr groß angelegt.
Jochen Lessau, Geschäftsführer des WRSV, hob zurückliegende aber wegweisende Entscheidungen des Vorstands und Investitionen der Mitglieder in breitensportliche Projekte sowie die damalige hauptamtliche Besetzung der Ausbildungsleitung als Grundstein für die solide wirtschaftliche Lage aber auch die gute sportliche Perspektive des WRSV hervor. Vor dem Hintergrund der sich ändernden Förderstrukturen im Sportbetrieb, wird sich der WRSV vermehrt auf neue Zielgruppen fokussieren, dabei aber den eigenen Mitgliedern stets einen vorteilhaften Stellenwert einräumen. Dringenden Regulierungsbedarf sieht Lessau insbesondere im Förderkonzept des Dachverbandes BDR bzw. am nicht existenten Bundesstützpunktsystem und einer somit spürbar fehlenden Förderung am Athleten.
 
Veränderungen im Präsidium
Neu im Präsidium ist Jochen Dannemann von der Skizunft-Kornwestheim als Vizepräsident Finanzen. Nach seiner persönlichen Vorstellung vor den Delegierten wurde er einstimmig in das neue Amt gewählt. Er folgt auf Volker Kirn, welcher berufsbedingt nicht mehr zur Wahl stand. Neuer Vertreter der Vereine ist durch einstimmige Wahl der Mönsheimer Uwe Skrzypek. Er tritt die Nachfolge von Martin Brenner an, der sich auf sein Amt als Vorsitzender im Bezirk Schönbuch-Würmtal konzentriert und nicht zur Wiederwahl kandidierte.
Für das Amt des Kassenprüfers stand Reinhold Köberle nicht weiter zur Verfügung. Hierfür wurde von Hans Lutz der scheidende Vizepräsident Volker Kirn vorgeschlagen, welcher einstimmig gewählt wurde und mit dem sich bereits im Amt befindenden Christian Hierl zusammenarbeiten wird.
Rainer Schairer (Vizepräsident Breitensport) und Ulli Faust (Vertreter der Bezirke) standen zur Wiederwahl bereit und wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt, ebenso wie der Vorsitzende des Rechtsausschusses Dr. Florian Deusch und Fritz Feucht als Beisitzer im Rechtsausschuss.
Die bereits vorab gewählten Kommissionsvorsitzenden Wolfgang Kober (BMX), Karl-Heinz Nagl (Breitensport), Dieter Maute (Kunstradfahren) und Frank Durst (MTB) wurden bestätigt.
 
Ehrungen
Dieter Simons, bis Ende letzten Jahres Vorsitzender des Bezirks Stuttgart und Jan Schlichenmaier, zuletzt Kommissionsvorsitzender Straße/Bahn und MTB, erhielten für ihre langjährige Tätigkeit im WRSV Präsente.
Der scheidende Kassenprüfer Reinhold Köberle wurde mit der Verdienstnadel des WRSV geehrt. Mit der silbernen Ehrennadel wurden Martin Brenner, Ulli Faust, Günther Schulz und Volker Kirn für Ihre langjährige und engagierte Arbeit im Radsport ausgezeichnet.
Der langjährige Landestrainer Hartmut Täumler und Karola Werner, welche über 25 Jahre als Geschäftsführerin und zuletzt Verwaltungsleiterin für den WRSV tätig war, wurden mit reichlich gefüllten Präsentkörben und großen Applaus in den wohl verdienten Ruhestand verabschiedet.
 
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Karola Werner wird von Präsident Hans Lutz verabschiedet
 
 
 
 
Hartmut Täumler wird von
Präsident Hans Lutz verabschiedet
 
 
VT2016Ehrungen

Verbandsehrungen an Günter Schulz, Ulli Faust, Martin Brenner, Reinhold Köberle, Volker Kirn, Dieter Simons, Jan Schlichenmaier (v.l.n.r)

 
 
Zum Schluss
Hans Lutz benannte insbesondere in der auch personell erkennbaren Umwandlung des WRSV einen Verband im Wandel mit überaus positiver Perspektive. Zum Abschluss bedankte er sich bei den Teilnehmern und sicherte den Delegierten des RSV Reichenbach mit Freude die Ausrichtung des für 2018 anstehenden nächsten Verbandstages zu.
 
gez. Hans Lutz / Präsident des WRSV

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