Die Farbe Lila dominiert am kommenden Mittwoch, 3.Oktober 2018, das Gäu von Ditzingen-Heimderdingen. Wenn die Organisatoren den Startschuss zur zwölften Austragung des Sport- und Wohltätigkeits-Events „LILA LOGISTIK Charity Bike Cup“ geben, dann kommen nicht nur die Teamkapitäne aus der Sport- und Showprominenz in die Puschen. Mit ihnen gehen rund 1000 Freizeit- und Amateur-Radsportler auf die beiden Strecken der LILA-Tour-die Genussfahrt (60 Kilometer) und des sportlicheren LILA-Race-die Herausforderung über die 80 Kilometer-Distanz.

Seit der ersten Auflage 2007 geht der Spendenerlös – immer zweckgebunden - an den Förderverein STAR CARE e. V, der damit regionale Kinder-Hilfsprojekte, medizinische Einrichtungen, Behinderteninstitutionen, Kinderheime und Kinderpflegestätten unterstützt. (https://starcare.de/de/foerderverein/stuttgart/)

2018 setzen die Organisatoren aber noch einen drauf. Das Charityrennen zugunsten hilfsbedürftiger Kinder unterstützt in diesem Jahr finanziell und auch direkt aktiv vor Ort die DKMS (Dynamic Kernel Module Support) beim Kampf gegen Blutkrebs. Die Deutsche Knochenmarkspender-Datei hat ihren Sitz im benachbarten Tübingen. „Sowohl Teilnehmer als auch Zuschauer können sich vor Ort als potenzielle Knochenmarkspender registrieren lassen“, fordert Heinz Betz, treibende Kraft beim Charity Bike Cup und Geschäftsführer der Radsportakademie Bad Wildpark, zum Mitmachen auf. „Die Kosten für diese Typisierung in Ditzingen übernehmen wir“, fügt der ehemalige Rad-Profi hinzu.

Für das Salz in der Suppe sorgen auch diesmal wieder die prominenten Teamkapitäne, die Betz ins Gäu geholt hat. Ein zusätzlicher Kitzel für die Starter/innen und das Publikum. „Ein Anruf genügt oft und sie sagen zu. Ich habe noch nie jemanden überreden müssen. Es ist ein für mich überraschendes Glück. Niemand hat bislang ein Honorar verlangt. Im Gegenteil. Oft kommt noch die Frage, ob sie noch etwas dazu tun können“, ist Heinz Betz richtig glücklich, dass scheinbar jeder Sportler und die Gäste aus Show-Prominenz das Herz am rechten Fleck haben, vor allem, wenn es um Kinder geht. „Das sind die tragenden Säulen unseres Konzepts“, erklärt der Macher: „Zum Beispiel hat Christian Knees schon mal ein gelbes Trikot von Froome zur Versteigerung mitgebracht. Oder diesmal schickte Marcel Kittel ein Grünes Trikot von 2017. Nikias Arndt gibt sein Sunweb-Trikot von Paris-Roubaix dazu, mit dem er dieses Jahr stürzte, das er aber aufgehoben hat und die Teamkollegen darauf unterschrieben ließ!“

Auch bei der zwölften Auflage des LILA Logistik Charity Bike Cup sind Olympiasieger und Weltmeister dabei, Dauerbrenner wie Olaf Ludwig und Steffen Wesemann, Kai Hundertmarck oder Skisprungass Alexander Herr. „Ganz besonders stolz bin ich auf Tour de France-Sieger Steven Roche, für den es fast schon selbstverständlich ist, dass er uns als Teamkapitän unterstützt. Oder Tony Rominger, der auch gerne zusagt.“ Premiere feiert diesmal dagegen der 24jährige Europameister in der Einerverfolgung, Domenic Weinstein. Sein Weg nach Heimerdingen ist relativ kurz, lebt er ja im kleinen, badischen Unterbaldingen/Bad Dürrheim. Seine Teilnahme war sofort geritzt und passt zeitlich in Weinsteins Trainings- und Rennplan. Ebenfalls am Start ist der gleichaltrige Profi Marco Mathis (Katusha/Tettnang/2016 U23-Weltmeister im Zeitfahren) aus dem WRSV-Land unten vom Bodensee. Giro-Italia-Etappensieger (2016) Nikias Arndt bringt nicht nur sein Trikot zur Versteigerung mit, sondern steigt auch selbst auf den Renner. Der großgewachsene Deutsche Straßenmeister 2017, Marcus Burghardt, starker Helfer bei Bora-hansgrohe, hilft am kommenden Mittwoch seinen LILA-Race-Teamkollegen. Aus der Schweiz ließ sich Bahnfahrer Tristan Marguet nicht zwei Mal bitten.

Im illustren Kreis der Teamkapitäne stehen unter anderem auch Jonas Reckermann (Olympiasieger Beachvolleyball 2012), Monika Sozanska (Degenfecht-Vizeweltmeisterin 2010), Motorsportler Manuel Reuter, die ehemaligen Triathlon-Asse Nicole und Lothar Leder sowie Ricarda Lisk (Schorndorf). Auch der U23-Triathlon-Weltmeister Till Schramm startet. Zugesagt haben auch Ex-Mountainbike-Profi Carsten Bresser, die akutelle MTB-Vize-Weltmeisterin Eliabeth Brandau, die aus dem nahen Schönaich kommt und die Grande-Dame des Deutschen und Internationalen Mountainbike-Sports – Sabine Spitz. Gesamtweltcupsiegerin im ParaCycling und Silbermedaillengewinnerin bei den olympischen Spielen, Denis Schindler, lässt sich genauso wenig lumpen, wie auch Skilangläufer Andreas Katz. Extrem-Schwimmer Marco Henrichs macht mit und auch Kunstradweltmeisterin Iris Kurz ist Dauergast und mischt wie die zehnfache Deutsche Meisterin in der Rhtymischen Sportgymnastik, Karolina Raskina, mit.

„Ganz super finde ich auch, dass die amtierende Weltmeisterin im Fahrradtrial, Nina Reichenbach, nicht nur auf die LILA-Strecke geht, sondern auch auf der Radsport-Expo eine Trial-Demonstration fürs Publikum in Ditzingen-Heimerdingen hinlegen wird. Allerdings ist Sie schon ganz nervös, wenn sie an die Tour auf den schmalen Rennradreifen denkt“, schmunzelt Heinz Betz.

Auch die Schauspiel-, Kunst und Showbitz-Riege kann sich dieses Jahr wieder sehen lassen. Neben Peter Freundenthaler von der Popgruppe Fools Garden, ist es vor allem Tatort-Kommissar Richy Müller, auf den sich Zuschauer beim Anfeuern einschießen werden.

Das Herzstück des LILA Logistik Charity Bike Cup-Tages ist aber wie immer das Rennen der Kleinsten. Ein Kindergartenrennen mit Laufrädern und Stützrädern, deren kleine Piloten von den großen Teamkapitänen begleitet werden und auch ein 600 Meter langes Einsteigerrennen sind die Tagesknüller abseits der Hobbyfahrer.

Und wer von den Dreikäsehochs noch nicht genug hat - auf der Expo steht ein Pumtrack für die Kids bereit.

Auch dieses Mal hofft der Initiator des Jedermann-Wohltätigkeitevents auf rund 35.000 Euro, die durch die Meldegebühren, einer großen und mit Topppreisen bestückten Tombola und mit private Spenden zusammenkommen sollen. Eine der bislang elf Austragung ging mit 46.000 Euro Spendenerlös in die Annalen ein. „Bislang haben die Teilnehmer und Spender rund 400.000 Euro in den Gesamt-Spendentopf gespült. Jeder Teilnehmer, jede Teilnehmerin trägt automatisch mit der Meldegebühr dazu bei“, erklärt Betz. So fließen von den Startgebühren (79 Euro beim Lila-Lo-Race und 69 Euro der LILA-Lo-Tour) jeweils 30 Euro als persönliche Spende in den aktuellen Pott. „Inbegriffen in der Teilnehmergebühr sind das limitierte Teilnehmer-Trikot, Nudelparty beim LILA-Opening am Abend zuvor, Verpflegung an der Strecke, die Absperrung des Kurses und auch die Mehrwertsteuer“, zählt Betz auf, der für die zwölfte Austragung eine noch attraktivere Strecke verspricht. So wurde der Knotenpunkt direkt nach dem Start entfernt und es geht direkt durch Heimerdingen.

Direkt von den Straßen-Weltmeisterschaften in Innsbruck reist übrigens Sprecher und Moderator Karsten Migels (Eurosport-Radsport-Experte) an. Ein Mal habe er nur gefehlt, sonst sei er bei jeder Charity-Cup-Auflage dabei gewesen, verrät Migels. „Ich finde es eine schöne und entspannte Veranstaltung mit all den Toppstars. Aber vor allem können wir etwas für Kinder und Menschen machen, denen es nicht so gut geht wie uns“, sagt der immer bestens informierte Radsport-Fachmann am Rande der laufenden WM in Tirol.

Noch sind einige wenige Restplätze im Anmeldeportal frei. Sowohl für das LILA-Race als auch für die LILA-Tour hat man bis zum Sonntag, 30.September, Zeit sich online anzumelden.

 

https://www.charity-bike-cup.de/

Die nächsten Termine des LILA Logistik Charity Cup sind bereits fix. 2019 ist Marbach wieder Austragungsort, 2020 Ditzingen und für 2021 hat bereits der Landkreis Böblingen leise angeklopft. Dort fand 2007 die erste Austragung des Jedermann-Renntages zum guten Zweck statt.

 

Text: uhu

 Fotos:VA/uhu

 

 

 

 

 

 

 

 

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